Themen & Anliegen

Sie müssen Ihr Anliegen nicht perfekt benennen können. Hier finden Sie einige häufige Themen – vielleicht erkennen Sie sich.

Was führt Menschen in die Therapie?

Manchmal gibt es einen konkreten Auslöser: eine Krise, eine Trennung, ein Burnout. Manchmal ist es ein diffuses Gefühl, das sich nicht benennen lässt – das Spüren, dass etwas im Leben nicht stimmt, aber man nicht weiß, was.

Beide Wege führen zu mir. Wichtig ist nicht, dass Sie mit einer klaren Diagnose kommen, sondern dass Sie bereit sind, sich auf einen Prozess einzulassen.

Erschöpfung & Burnout

Burnout bezeichnet einen Zustand ausgeprägter Erschöpfung im Zusammenhang mit anhaltender Belastung. Wenn Erholung nicht mehr hilft, Urlaub nicht regeneriert und man morgens bereits müde aufwacht, ist das oft ein Zeichen tieferliegender Dynamiken.

Anhaltende Überforderung, auch nach Pausen

Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen

Perfektionismus, überhöhte Selbstansprüche

Zynismus, innere Distanzierung

Hinter Burnout stecken oft Fragen: Was treibt mich an? Warum kann ich nicht Nein sagen? Was bedeutet Leistung für mich? Diese Fragen nehmen wir ernst.

Boreout – Erschöpfung durch Unterforderung

Boreout ist das Gegenstück zum Burnout: Nicht Überlastung, sondern anhaltende Unterforderung, Langeweile und das Gefühl von Bedeutungslosigkeit im Berufsalltag. Auch diese Situation kann als sehr belastend erlebt werden und wird aus Scham oft verschwiegen.

Chronische Langeweile und innere Leere im Beruf

Gefühl der Sinnlosigkeit und Bedeutungslosigkeit

Pseudo-Beschäftigung und Erschöpfung trotz wenig Arbeit

Scham, Verbergen des Zustands, innerer Rückzug

Boreout signalisiert oft tiefere Fragen nach Sinn, Identität und dem, was man wirklich will. Ich nehme dieses Thema ernst – ohne Wertung.

Depression & Antriebslosigkeit

Traurigkeit, Leere, das Gefühl, nicht wirklich am Leben teilzunehmen – depressive Phasen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Nicht immer entsprechen sie dem klassischen Bild einer „schweren Depression“.

Antriebslosigkeit, Erschöpfung trotz Schlaf

Freudlosigkeit, Gleichgültigkeit

Sinnfragen, innere Leere

Rückzug aus sozialen Kontakten

In einer psychoanalytischen Psychotherapie kann gemeinsam erkundet werden, welche Erfahrungen und Konflikte mit depressiven Zuständen zusammenhängen können.

Begleitung in Lebenskrisen

Krisen können uns unvorbereitet treffen – durch plötzliche Verluste, Trennungen, belastende Ereignisse oder akute Lebensumbrüche. Eine psychotherapeutische Begleitung kann nach der akuten Phase dabei unterstützen, Erlebtes einzuordnen und wieder Stabilität zu entwickeln.

Psychische Überwältigung und Orientierungslosigkeit

Plötzlicher Verlust (Tod, Trennung, Jobverlust)

Traumatische Erlebnisse und deren Nachwirkungen

Anhaltende Verzweiflung nach einer akuten Krise

Bei akuter Suizidgefahr rufen Sie bitte sofort die Rettung (144). Unterstützung bieten außerdem die Telefonseelsorge (142, rund um die Uhr) und der Psychosoziale Krisendienst Tirol (0800 400 120, täglich 9–19 Uhr). Ich begleite Sie nach der akuten Krise.

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen beschreiben tief verwurzelte, unflexible Muster im Denken, Fühlen und Handeln, die zu erheblichem Leid führen – sowohl für Betroffene als auch für ihr Umfeld. Ein psychoanalytischer Zugang kann helfen, diese komplexen Muster in ihrer persönlichen Entstehungsgeschichte zu verstehen.

Instabiles Selbstbild und intensive Beziehungen (z. B. Borderline)

Extreme Angst vor Ablehnung oder Verlassenwerden

Schwierigkeiten mit Impulskontrolle und Emotionsregulation

Wiederkehrende Muster, die trotz Leidensdruck unveränderbar scheinen

Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der individuellen Situation und einer sorgfältigen diagnostischen Einschätzung ab. Psychoanalytische Psychotherapie kann dabei eine mögliche Behandlungsform sein.

Psychosomatik

Körperliche Beschwerden können mit seelischen Belastungen zusammenhängen. Psychosomatische Betrachtung nimmt dieses Zusammenspiel ernst, ohne körperliche Symptome vorschnell psychisch zu erklären.

Chronische Schmerzen oder Erschöpfung ohne Befund

Magen-Darm-Beschwerden, Hautprobleme unter Stress

Herzrasen, Engegefühl, Schlafstörungen

Beschwerden in belastenden Lebenssituationen

Körperliche Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden. In der Psychotherapie können ergänzend mögliche Zusammenhänge mit Stress, Beziehungen und inneren Konflikten betrachtet werden.

Angst & innere Unruhe

Angst ist eines der häufigsten Anliegen in der Psychotherapie – und gleichzeitig oft eines der am stärksten verschwiegenen. Denn wer gibt schon gern zu, dass er oder sie sich ängstigt?

Grübeln, das nicht aufhört

Körperliche Symptome (Herzrasen, Anspannung, Schlafprobleme)

Vermeiden von Situationen oder Entscheidungen

Panikattacken oder diffuses Unwohlsein

In der Psychotherapie schauen wir gemeinsam, welche unbewussten Themen hinter der Angst stecken – und was sie eigentlich schützen möchte.

Beziehung & Bindung

Viele der Muster, die uns in Beziehungen belasten, haben wir nicht bewusst gewählt – sie wurden geformt durch frühe Erfahrungen mit nahestehenden Menschen.

Wiederkehrende Konflikte in Partnerschaften

Trennungsschmerz und Verlassenheitsangst

Schwierigkeiten mit Nähe und Distanz

Das Gefühl, sich selbst zu verlieren

Beziehungsthemen sind häufig Spiegel unserer frühesten Bindungserfahrungen. Ein psychoanalytischer Zugang kann dazu beitragen, diese Muster wahrzunehmen und zu verstehen.

Selbstwert, Scham & Perfektionismus

Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, ist weit verbreitet – und gleichzeitig oft schwer auszusprechen. Hinter Perfektionismus steckt oft die Hoffnung: Wenn ich nur perfekt genug bin, bin ich sicher. Geliebt. Okay.

Anhaltende Selbstkritik und innere Abwertung

Scham – für Fehler, für Gefühle, einfach zu sein

Vergleich mit anderen, chronisches Ungenügen

Perfektionismus als Kontrollstrategie

Selbstwertthemen haben meistens eine Geschichte. Diese Geschichte zu verstehen, ist der erste Schritt zur Veränderung.

Trauer, Verlust & Übergänge

Trauer ist nicht nur die Reaktion auf den Tod eines Menschen – sie kann auch durch Trennungen, den Verlust von Rollen, Identitätswandel oder unerfüllte Wünsche entstehen.

Tod nahestehender Menschen

Trennung und Verlust von Beziehungen

Berufliche oder persönliche Lebenskrisen

Identitätsveränderungen und Neuorientierung

Therapie kann keinen Schmerz nehmen – aber sie kann helfen, ihn zu tragen, zu verstehen und daran zu wachsen.

Ihr Anliegen ist es wert, gehört zu werden

Auch wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Thema „groß genug“ für Therapie ist – das ist keine Frage, die Sie allein beantworten müssen. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was passt.